Unsere Volleyballerinnen holen die Meisterschaft!

Unverhofft kommt oft, ist dann aber umso schöner - so oder so ähnlich kann man den Gewinn der Meisterschaft der Damen des ATSV Nordhalben in der Bezirksklasse West am vergangenen Wochenende bezeichnen. Noch vor gut zwei Wochen war die Aussicht auf den Meisterschaftstitel und dem damit verbundenen Direktaufstieg äußerst gering. Erst ein Ausrutscher der VSG Coburg ermöglichte die unerwartete Chance, die die Damen eiskalt nutzten.

Die Ausgangslage vor dem alles entscheidenden Spieltag war für alle Beteiligten klar. Die lange Zeit als Tabellenführer platzierte VSG Coburg musste nach ihrem Ausrutscher am vergangenen Wochenende auf einen Patzer der Nordhalbenerinnen hoffen. Die Damen des ATSV Nordhalben hatten somit alle Trümpfe in der Hand und mussten aus zwei Spielen von maximal 6 Punkten mindestens 4 Punkte holen, um den Aufstieg feiern zu können.

ATSV Nordhalben - TSV Ebensfeld 3:0 (25:10, 25:13, 25:12)

Den Auftakt in den letzten Spieltag bildete die Partie gegen Tabellenschlusslicht TSV Ebensfeld. Schnell wurde deutlich, dass die Damen den Gastgebern aus Ebensfeld in Angriff, Aufschlag und Abwehr überlegen waren. Gute Annahmen und clevere Angriffe sorgten für einen deutlichen Vorsprung, so dass man frei und ohne Druck aufspielen konnte. Der Weg zu den ersten drei Punkten schien somit geebnet; doch ab und an streuten sich Unkonzentriertheiten und Nachlässigkeiten ob des hohen Vorsprungs ein. Letztlich ungefährdet und verdient gewann man die Partie gegen den TSV Ebensfeld mit 3:0 und hatte somit perfekte Voraussetzungen für die Partie gegen den unbequem spielenden SC Memmelsdorf II geschaffen.

ATSV Nordhalben - SC Memmelsdorf II 3:1 (25:23, 16:25, 25:21, 25:19)

Nach dem Auftaktsieg gegen Ebensfeld fehlte somit nur noch 1 Punkt zur Meisterschaft, so dass selbst eine knappe 2:3 Niederlage ausgereichtt hätte. Diese Gedankengänge strich Trainer O. Vorisek aus seiner Ansprache vor dem Spiel und stellte das Team auf Sieg ein. Leider konnten die Damen diesen Gedanken anfänglich nicht verdrängen und lagen schnell mit 6 Punkten in Rückstand. Viele Annahmefehler bzw. fehlende Präzision machten einen Spielaufbau schwer. Gleichzeitig wurden immer wieder geschickt gelegte Bälle der Memmelsdorfer in der eigenen Hälfte versenkt. Erst gegen Satzende waren die Damen präsent und gewannen etwas glücklich den 1. Satz mit 25:23. Im 2. Satz zeigte sich dann ein ähnliches Bild wie in Satz 1: die Nervosität angesichts einer möglichen Meisterschaft war allgegenwärtig und dies nutzte Memmelsdorf konsequent mit dem klaren 25:16 Satzgewinn. Der 1:1 Satzausgleich rüttelte die Damen wach und die Nervosität wich einer sehr konzentrierten und fokussierten Leistung. Über ihre beiden Außenangreiferinnen kamen die Nordhalbener Damen immer wieder zu sehenswerten Punktgewinnen. Klar und deutlich wurde der 3. Satz gewonnen, was gleichzeitig auch den wichtigen vierten Punktgewinn bedeutete und somit den Sieg in der Meisterschaft. Im 4. Satz konnte man sich dann schnell absetzen und profitierte von der Meisterschafts-Euphorie. Beim Stande von 24:19 hatte man Matchball und konnte diesen durch einen Eigenfehler der Gegner direkt zum Spielgewinn verwandeln.

Die Freude über den unerwarteten Gewinn der Meisterschaft kannte im Anschluss keine Grenzen - noch vor zwei Wochen wäre dies ein aussichtsloses Unterfangen gewesen. 10 Siege aus den letzten 10 Spielen rechtfertigen diese Erfolg im Endspurt allerdings eindrucksvoll.

Für den ATSV Nordhalben spielten:
Anna Bayer, Anne Bieberstein, Natascha Wunder, Stefanie Schübel, Tina Görtler, Carina Vorisek, Stephanie Schurz, Carina Jungkunz, Annika Peter, Ines Fröba und Leonie Milich

Foto: Ondrej Vorisek

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